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75 Jahre Familienheim Bodensee - Bezahlbares Wohnen für die Stützen der Gesellschaft
Stefan Andelfinger und Marco Bächle, Vorstände der Familienheim Bodensee, beschäftigen sich viel mit Zukunftstrends. Denn nachdem die Baugenossenschaft ihren Mitgliedern bereits 75 Jahre lang bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung gestellt hat, soll damit noch lange nicht Schluss sein.
Herr Andelfinger und Herr Bächle, die Familienheim Bodensee feiert 2025 ihr 75-jähriges Bestehen. Was macht Sie daran besonders stolz?
Stefan Andelfinger (S. A.): Wir schaffen ein Zuhause für Generationen – und das seit Generationen. Wir sind sehr stolz auf diese Kontinuität und Verlässlichkeit, die wir unseren Mitgliedern bieten können, und auch darauf, wie eng verbunden wir mit der Region sind.
Marco Bächle (M. B.): Hinzu kommt, dass die Familienheim Bodensee seit 75 Jahren solides und nachhaltiges Bauen gewährleistet und sich dabei an den Bedürfnissen der Menschen orientiert.
Das ist eine tolle Leistung. Sie sind beide seit vielen Jahren in der Familienheim Bodensee tätig und engagieren sich als deren Vorstände. Warum?
S. A.: Es macht mir einfach große Freude, zu bauen und zu gestalten. Beides kann ich in meiner Position als Vorstand einbringen. Mein größter Antrieb ist aber das Ziel, bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit normalem Einkommen in der Bodenseeregion zu schaffen. Dabei ist Marco Bächle ein toller Partner, weil wir hier genau gleich ticken.
M. B.: Mir geht es genauso. Wir sehen in diesen Menschen die Stützen unserer Gesellschaft, die hart arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie sollen abends nach Hause kommen in eine Wohnung, in der sie sich wohlfühlen können.
Trägt dieses Engagement für den Mittelstand Früchte?
M. B.: Auf jeden Fall! Wir haben Mieter, die im wahrsten Sinne des Wortes von der Wiege bis zur Bahre bei uns wohnen. Die sind in einer unserer Wohnungen aufgewachsen und haben später ihre eigenen Kinder in einem unserer Objekte aufgezogen.
S. A.: Einige Mitglieder wohnen seit 50 Jahren und mehr bei uns. Wir scheinen also etwas richtig gemacht zu haben.
Wie schaffen Sie es, die Mieterfluktuation so gering zu halten?
S. A.: Unsere Mitglieder können sich darauf verlassen, dass wir uns für sie und ihr Wohlergehen einsetzen. Unser Ziel ist zum Beispiel immer, mit unseren Mietpreisen unter dem Durchschnittsniveau einer Gemeinde zu bleiben.
M. B.: Damit uns das gelingt, konzentrieren wir uns nahezu ausschließlich auf die Vermietung unserer Wohnräume. Unseren Gewinn stecken wir fast komplett in die Rücklagen, die dann wiederum unseren Mietern in Form einer überschaubaren Miete zugutekommen.
Das klingt für die Ohren eines Mieters fast zu schön, um wahr zu sein!
M. B.: Ganz so einfach, wie es klingt, ist es leider nicht mehr. Die Politik macht es uns zusehends schwer. Ständig sind wir mit neuen Verordnungen und Auflagen konfrontiert, die das Bauen immer teurer machen. Denen können wir uns leider nicht entziehen und das wollen wir auch gar nicht. Aber genau deshalb sehen wir unsere Aufgabe darin, auf Nachhaltigkeit zu setzen und unser Schiff sicher durch diese turbulenten Zeiten zu navigieren.
Welche Möglichkeiten haben Sie dabei?
S. A.: Am besten gelingt das, wenn wir immer weiter dazulernen und immer besser werden. Zum Beispiel versuchen wir zusammen mit allen an einem Bau Beteiligten, eine Blaupause zu schaffen: ein Objekt, das so gut ist, dass wir es immer wieder neu bauen können und damit Synergieeffekte entstehen, die Kosten sparen. Wenn unser Architekt den Bauplan eines bereits erstellten Gebäudes nur leicht abwandeln muss, anstatt ihn komplett neu zu zeichnen, spart das Geld. Wenn der Statiker aus der Erfahrung eines anderen Objekts schon weiß, worauf er achten muss, spart das Geld. Wenn das Sanitärunternehmen 150 statt 50 Waschbecken bestellen kann, weil es weiß, dass es sie für uns verbauen wird, dann spart das Geld. Und so weiter.
Lässt sich dieses Vorgehen auch in Zukunft beibehalten?
M. B.: Es ist immer schwierig, einen Blick in die Glaskugel zu werfen. Niemand weiß, was die Zukunft genau bringt. Aber wir verbringen durchaus viel Zeit damit, uns mit den Wohntrends der kommenden Jahre zu beschäftigen.
S. A.: Nur, wenn wir wissen, welchen Wohnbedarf die Menschen künftig haben, können wir als Baugenossenschaft uns schon jetzt darum kümmern, dass später der entsprechende Wohnraum zur Verfügung steht.
Mit welcher Entwicklung rechnen Sie aktuell in Sachen Wohntrends?
S. A.: Das ist ein sehr komplexes Thema. Der Trend geht eindeutig zu kleineren Wohnungen. Die Nachfrage nach 1,5- bis 2,5-Zimmer-Wohnungen ist bereits groß und wird auch in Zukunft weiter steigen. Außerdem stellen immer mehr Menschen fest, dass die offenen Wohnkonzepte, in denen zum Beispiel Küche, Ess- und Wohnzimmer einen sogenannten Living Room bilden, die bis vor Kurzem so beliebt waren, einfach größere Wohnflächen erfordern, die wiederum kostenintensiver sind und dies bedeutet eben auch mehr Miete.
M. B.: Hier zeigen erste Studien, dass sich Menschen zunehmend wieder Wohnungen mit abschließbaren Räumen wünschen.
Wie reagiert die Familienheim Bodensee darauf?
M. B.: Wir sind aktuell bereits dabei, unsere Wohnanlagen dahingehend zu überarbeiten beziehungsweise zu überplanen, dass sie in Zukunft alters- und/oder behindertengerecht sind. Eine möglichst große Barrierefreiheit herzustellen, ist und bleibt eines der großen Themen für uns. Schließlich wollen wir unseren Mitgliedern für alle Lebensphasen geeigneten Wohnraum zur Verfügung stellen.
S. A.: Auch an uns und unseren Mietobjekten geht die Digitalisierung nicht spurlos vorbei. Dennoch versuchen wir, nicht jeden Trend mitzumachen. Immerhin produzieren wir ein langlebiges Wirtschaftsgut in einer sehr kurzlebigen Zeit.
Stichwort Digitalisierung: Inwiefern betrifft das Sie und die Baugenossenschaft?
S. A.: Neben der Digitalisierung in unseren alltäglichen Arbeitsabläufen spielt auch das Thema „Smartes Wohnen“ eine zunehmend wichtige Rolle. Für uns bedeutet das, dass wir mit flexibel kombinierbaren und multimodalen Smart-Living- Komponenten arbeiten. Dazu gehören Themen wie die volldigitalisierte Zählerablesung, dezentrale Wärmeregelung oder elektronische Schließsysteme.
M. B.: Dabei geht es ja auch um Komfort für unsere Mieter. So kommt es zum Beispiel, dass wir in einem Bauprojekt in Engen bereits von Anfang an eine Paketbox geplant haben, in der die Zusteller Pakete ablegen können, deren Empfänger sie nicht erreichen. So ersparen wir unseren Mietern, dass sie in die Poststelle gehen und ihre Pakete dort abholen müssen. Aber das ist nur ein kleiner Mosaikstein in unseren vielfältigen Überlegungen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Familienheim Bodensee?
S. A.: Wir wünschen uns, dass wir auch in Zukunft der wohnwirtschaftliche Dienstleister bleiben können, der wir seit unserer Gründung sind. Wir haben einen gesellschaftspolitischen Auftrag für den Mittelstand in der Region.
M. B.: Dafür, dass er sich auch künftig Wohnraum in der Bodenseeregion leisten kann, wird sich die Familienheim Bodensee auch in den kommenden Jahrzehnten einsetzen. Versprochen!

Erfolgreiches Richtfest an der Aacherstraße in Engen
Am 25. Juli 2024 haben wir das Richtfest für unser Bauprojekt an der Aacherstraße in Engen erfolgreich gefeiert. Zahlreiche Gäste, Handwerker, Lieferanten und Mitarbeiter waren anwesend, um mit uns gemeinsam diesen wichtigen Meilenstein zu feiern, der einen bedeutenden Fortschritt in der Bauphase markiert.
Unser besonderer Dank gilt allen Handwerkern. Ihre ausgezeichnete Arbeit und Ihr unermüdliches Engagement haben wesentlich dazu beigetragen, diesen Erfolg zu erreichen. Wir schätzen Ihre Expertise und den Einsatz, den Sie in dieses Projekt eingebracht haben. Wir möchten an dieser Stelle auch allen weiteren Beteiligten unseren Dank aussprechen.
Ihr Beitrag und Ihre Unterstützung sind für uns von unschätzbarem Wert.
| Firma | Gewerk | Webseite |
|---|---|---|
| Achim Sauer | Architekt | www.architekten-sauer.de |
| Kempfert+Partner GmbH | Geologe | www.kup-geotechnik.de |
| Müller Tragwerksplanung | Statik | www.mueller-tragwerksplanung.de |
| Greiner Engineering | HLS/ELT Fachplanung | www.greiner-engineering.de |
| GSA Körner GmbH | Bauphysik | www.gsa-koerner.de |
| Sven Volk | Brandschutz | www.resq-engineering.de |
| Ingenieurbüro Haas | Vermesser | www.ibv-haas.de |
| Fa. Joos GmbH | Erdarbeiten/Verbau | www.joos-gmbh.de |
| Fa. Decker GmbH & Co.KG | Rohbau | www.decker-bau.de |
| Stadtwerke Engen | www.stadtwerke-engen.de | |
| Fa. Kone GmbH | Aufzug | www.kone.com |
| Ingenieurbüro Peter und Lochner | Prüfstatik | www.PuL-ingenieure.de |
| Fa. Holl GmbH & Co KG | Abdichtung | www.hollflachdachbau.de |
| Fa. Karl Meschenmoser | Gerüstbau | www.meschenmoser-geruestbau.de |
| Fa. Schöttle Fensterbau | Fensterbau | www.schoettle-fenster.de |
| Fa. RS Reck | Sonnenschutz | www.reck-sonnenschutz.de |
| Fa. Dickele & Waldraff | Heizung | |
| Fa. Bischof | Sanitär | www.bischof-sanitaer.de |
| Fa. Giese Elektrotechnik | Elektro | www.giese-elektrotechnik.de |
| Fa. Niederberger | Stuckateur | www.niederberger-stuck.de |
| Fa. Maximilian Rombach | Maler | www.maximilianrombach.de |
| Fa. Kleiner | Schlosser | www.kleiner-metallbau.de |
| Fa. E+I Industrieboden | Estrich | www.estrich-industrieboden.de |
| Fa. Franz Eichinger | Fliesen | www.eichinger-hegau.de |
| Fa. Schwarzwaldelemente | Türen & Tore | www.schwarzwaldelemente.de |
| Fa. Monaco | Gartenbau | |
Wohnungsbaugenossenschaften sorgen seit mehr als 130 Jahren für bezahlbaren Wohnraum im Land. Sie sind tief in der Gesellschaft verwurzelt und folgen der Idee einer besseren Wohnzukunft. Ihre Gründung geschah meist als Reaktion auf schwierige Zeiten. Ihren Mitgliedern bieten sie Stabilität und Sicherheit. Doch jetzt geraten sie mit ihrer Idee an Grenzen. Bezahlbar zu bauen, ist schwierig geworden.

